Grünkohl - regionales Superfood

Heute möchte ich ein ganz besonderes regionales Lebensmittel, ein echtes Superfood, vorstellen. Es ist nicht nur sehr nähr- und vitalstoffreich, sondern hat auch eine überaus positive Wirkung auf unsere Gesundheit. Die Rede ist vom Grünkohl. Ich sehe schon, wie einige, die schon länger meinen Newsletter lesen, die Augen verdrehen – Kohl ist in jedem Winter Thema bei mir. Er ist aber auch verdammt vielseitig, lecker und gesund!

 

Grünkohlstrudel mit Senfsoße und Rote-Bete-Salat
Grünkohlstrudel mit Senfsoße und Rote-Bete-Salat

Grünkohlstrudel mit Senfsoße

 

Für 4-6 Portionen
Zubereitungszeit: 80 Min.+ 60 Min. Ruhezeit

Zutaten
Für den Strudelteig: 300 g Dinkelvoll-kornmehl, 2 EL Olivenöl, 1 TL Salz, 180 ml lauwarmes Wasser, Öl zum einpinseln

Für die Füllung: 700 g frischer Grünkohl, 300 g Kartoffeln, 300 g Champignons, 100 g Haselnüsse, 1 große Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 3 EL Olivenöl, 2 EL Apfelschmelz (veganes Schmalz), Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Soße: 1 Zwiebel, 30 g Alsan (Butter/Margarine), 1 geh. EL Vollkornmehl, 150 ml Hafersahne, Gemüsebrühe, 2-3 TL grober Senf, Salz, Pfeffer, 1 TL Agavendicksaft, etwas Zitronensaft

 

Als erstes die Zutaten für den Teig mischen und 5-10 Minuten kneten. Der Teig sollte schön glatt und elastisch sein. Zu einer Kugel formen, mit Öl einpinseln und in Frischhaltefolie eingewickelt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

 

Die Kartoffeln mit Schale 10-15 Minuten kochen. Sie sollten noch Biss haben, da sie später noch in der Pfanne gebraten werden.

 

Die Pilze putzen, grob hacken, auf ein Backblech verteilen und 15 Minuten im Backofen bei 80° C fermentieren. Dabei die Ofentür etwas geöffnet lassen, z. B. einen Backhandschuh einklemmen.

 

Die Haselnüsse in einen Gefrierbeutel füllen und mit dem Nudelholz grob zerkleinern. In einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Temperatur rösten bis sie duften.

 

Kartoffeln schälen und in 1 cm große Würfel schneiden.

 

Den Grünkohl gründlich waschen, die Blätter von den Stängeln schneiden oder zupfen und fein hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. Die Kartoffelwürfel dazu geben und braten bis sie Farbe annehmen. Dann die Pilze und den Grünkohl dazu geben, alles mit Salz, Pfeffer, Muskat und dem Apfelschmelz abschmecken und 10 Minuten bei geschlossenem Deckel schmoren lassen. Zum Schluss die Haselnüsse unterheben. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

 

Inzwischen den Teig noch einmal gut kneten und auf einem bemehlten Küchenhandtuch mit einem Rollholz ausrollen. Den Teig hochnehmen und mit den Händen ausziehen (wer das noch nie gemacht hat, findet tolle Videoanleitungen bei youtube – einfach nach Apfelstrudel suchen).

 

Den Teig mit Olivenöl einpinseln, die Füllung auf der unteren Hälfte verteilen. Dabei an den beiden Außenseiten ein paar Zentimeter aussparen. Mit Hilfe des Küchenhandtuchs den Strudel aufrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, die Enden einschlagen und gut andrücken. Den Strudel mit Olivenöl einpinseln und im vorgeheizten Backofen bei 180° C auf mittlerer Schiene 30 Minuten backen.

 

Während der Strudel bäckt die Soße zubereiten. Dafür die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Margarine in einem Topf schmelzen, die Zwiebel darin glasig dünsten. Dann das Mehl einrühren und mit kalter Gemüsebrühe glatt rühren. 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit einem Pürierstab fein pürieren und, wer es ganz fein haben möchte, durch ein Sieb geben. Noch einmal aufkochen, dann die Hafersahne und den Senf dazu, sowie mit einem Spritzer Zitrone, Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Die Soße sollte jetzt nicht mehr kochen, da sonst die Hafersahne ausflockt.

 

Den Strudel aufschneiden und mit der Soße und Salat servieren.

 

Der Rote-Bete-Salat auf dem Foto ist denkbar einfach:

 

400 g gegarte Rote-Bete, eine Handvoll grob gehackte, geröstete Walnüsse, 1 kleine Zwiebel fein gehackt, 1 kleine Knoblauchzehe fein gehackt, 2 EL Olivenöl, 2 EL Walnussöl, 4 EL Balsamicoessig, Salz, Pfeffer, Piment, Saft einer Orange, etwas Orangenschale 

Grünkohl Italiano
Grünkohl Italiano

Grünkohl Italiano


Für 2 Portionen
Zubereitungszeit:  40 Min.

Zutaten
600 g Grünkohl, 1 Zwiebel, 2-3 Knoblauchzehen, 3 EL Olivenöl, 1 Glas Weißwein,  5-6 getrocknete Tomaten, 3 Tomaten, 250 ml Sahne (Hafer- oder Sojacuisine), 250 g Kräuterfrischkäse (z. B. Soyananda), Salz, Pfeffer, 1 EL Italienische Gewürzmischung (alternativ getrockneter Oregano, Majoran, Basilikum, Thymian, Paprika), 50 g Pinienkerne, 300 g Vollkornspaghetti

 

Grünkohl gründlich waschen, die Blätter von den Stengeln schneiden oder zupfen und fein hacken.

 

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Öl in einer hohen, weiten Pfanne mit Deckel erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Grünkohl dazu geben. 1 Glas Wasser dazu gießen, Deckel drauf und 10 Minuten dünsten.

Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten. Beiseite stellen.

 

Getrocknete Tomaten fein würfeln, die Hälfte in die Pfanne zum Grünkohl geben. Den Rest zu den Pinienkernen geben.

 

Inzwischen das Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln al dente kochen.

 

Tomaten vierteln, die Kerne herausschneiden und klein würfeln. Sie kommen ganz zum Schluss in den Grünkohl.

 

Sahne und Frischkäse in den Grünkohl rühren, mit Salz, Pfeffer und den Kräutern abschmecken. Wenn die Soße zu dick ist gerne 1-2 Suppenkellen Nudelwasser dazu geben. Jetzt die Tomatenwürfel unterrühren.

 

Die Nudeln abgießen und mit Grünkohlsoße, Pinienkernen und getrockneten Tomaten servieren. 

 

Wer es scharf mag, darf kerne noch eine Chilischote in den Grünkohl schummeln ;)

 

Kontakt: 0 30 - 20 27 57 04

oder

sonja-guse@sana-assindia.de

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Am besten schmeckt regionales, saisonales. Es wird reif geerntet und hat keine langen Wege. Im Dezember gibt`s: 

Chicorée, Chinakohl, Feldsalat, Grünkohl, Möhren, Porree, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Weißkohl, Zwiebeln

Obst: Apfel, Birne

© Pitopia, Simone Voigt, 2011
© Pitopia, Simone Voigt, 2011