Öfter mal ein Ölwechsel

Bei Speiseöl sollte nicht gespart werden. Es ist wichtig für viele Funktionen im Körper. Neueste Untersuchungen zeigen, dass Öl mit DHA bzw. reich an Omega3-Fettsäuren Altersdemenz vorbeugt. Gehärtete Fette oder spezielle Bratöle dürfen hoch erhitzt werden. Kalt gepresste mögen die Hitze nicht und sollten ausschließlich kalt verwendet werden. Sie sind leider auch nicht so lange haltbar und sollten dunkel und kühl gelagert werden. Daher macht es sich gut, diese Öle in kleinen Flaschen zu kaufen, damit sie schnell verbraucht sind. Das gibt auch die Möglichkeit, öfter mal ein anderes Öl zu kaufen. Jedes hat seine eigene Zusammensetzung und auch geschmacklich sind sie unterschiedlich. So gibt es leckere Nussöle aus Walnüssen, Haselnüssen oder Mandeln. Oder Saatenöle aus Sesam, Mohn, Kürbiskernen. Sehr gesund ist Leinöl, dass ganz zu Unrecht einen schlechten Ruf hat. Der scharfe, ranzige Geschmack der konventionellen Öle in klaren Glasflaschen ist nicht zu vergleichen mit dem zart nussigen frisch gepresster Leinöle. 

Gewürzöle sind ein schönes Mitbringsel oder Geschenk. Leider sind viele mit Aromen aufgepeppt. Da lohnt es sich, selbst zu experimentieren. Es ist ganz einfach.

Pitopia, Heike Rau
Pitopia, Heike Rau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grundrezept für selbst gemachtes Kräuteröl 

 

Je nach Geschmack und Experimentierfreude sind die Variationsmöglichkeiten bei der Zubereitung der Kräuteröle praktisch endlos.

 

Zutaten und Utensilien:

  • Hochwertiges Basisöl – zum Beispiel kaltgepresstes Olivenöl oder ein geschmacksneutrales Öl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl.
  • Glasflasche oder Schraubglas zum Abfüllen – hier empfiehlt es sich, eine Flasche mit weitem Hals zu verwenden, damit die Kräuter nach der Ziehzeit problemlos wieder entfernt werden können. Oder...
  • ...wenn es ein Geschenk werden soll, schöne kleine Flaschen mit gutem Verschluss.
  • Frische Kräuter nach Wahl (Basilikum, Rosmarin, Thymian, Schnittlauchblüten, Majoran, Lavendel, Estragon, Salbei, Oregano, Bohnenkraut, Borretsch...) – neben Küchenkräutern können auch Wildkräuter wie Brennesel, Knopfkraut, Vogelmiere, Labkraut, Gundermann, Gänseblümchen oder Nelkenwurz verwendet werden.
  • Optional weitere Gewürze wie zum Beispiel Knoblauch, Chili, Pfefferkörner, unbehandelte Zitronen- und Orangenschalen passen auch. 

Vorbereitung:

  • Die Gläser/Flaschen mit kochendem Wasser reinigen.
  • Wer selbst gezogene Balkon- oder Gartenkräuter oder Wildkräuter verwenden möchte, sollte diese bevorzugt an einem sonnigen Nachmittag, wenn der Tau bereits abgetrocknet ist, ernten. Man kann aber auch gekaufte Kräuter verwenden - hier auf Bio-Qualität zurückgreifen.
  • Alle schadhaften Stellen der Kräuter und anderer Zutaten vorab entfernt und keine nassen Kräuter verwendet werden (das schützt das Öl vor dem Verderben).

 

So wird das Kräuteröl angesetzt:

  • Kräuter ernten, vorsichtig säubern, möglichst nicht waschen.
  • Locker in die Flasche schichten und mit Öl übergießen.
  • Die Kräuter sollten während der gesamten Ziehzeit komplett mit Öl bedeckt sein. Umso mehr Kräuter verwendet werden, desto intensiver wird das Öl.
  • Flasche luftdicht verschließen. An einem dunklen, kühlen Ort für ein bis vier Wochen ziehen lassen, je nach Zutaten und gewünschter Geschmacksintensität.
  • Ab und zu leicht durchschütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen.

 

Zum Schluss entweder die Kräuter entfernen, das funktioniert am Besten mit Trichter und Sieb oder das Öl gleich in schönen Geschenkflaschen ansetzen und anderen eine Freude machen!

 

Das Öl sollte auf jeden Fall kühl und dunkel stehen (auch wenn es sehr dekorativ ist ;)) und schnell aufgebraucht werden. Man kann es prima für Salate, zum Marinieren, als Dipp für frisch gebackenes Brot verwenden oder Gemüsegerichte damit "parfümieren".

 

 

 

Kontakt: 0 30 - 20 27 57 04

oder

sonja-guse@sana-assindia.de

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Am besten schmeckt regionales, saisonales. Es wird reif geerntet und hat keine langen Wege. Im Dezember gibt`s: 

Chicorée, Chinakohl, Feldsalat, Grünkohl, Möhren, Porree, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Weißkohl, Zwiebeln

Obst: Apfel, Birne

© Pitopia, Simone Voigt, 2011
© Pitopia, Simone Voigt, 2011