Kleine Kraftprotze - Sprossen & Co.

Wenn die Natur Winterschlaf hält und frisches Grün höchstens in Form von Chicorée auf den Tisch kommt, können Sie mit Keimlingen den Frühling in die Küche holen.

Schon im alten China wies vor 5.000 Jahren der Gott-Kaiser Shen-Nung sein Volk an, Sojabohnen-Sprossen herzustellen. Und auch die Inkas und Azteken lehrten ihre Bevölkerung schon früh die Sprossenzucht. Die robusten Hunzas im Himalaja wussten Sprossen auch in den in eisigen Wintermonaten in 4.000 bis 6.000 Metern Höhe zu ziehen. 


Sprossen & Co.
Sprossen & Co.

Keime, Sprossen und Grünkräuter lassen sich einfach und platzsparend auf der Fensterbank ziehen. Alles, was ihr dazu braucht, ist ein Keimgerät, Keimsaaten, Licht, Luft und Wasser.

Problemlos keimende Samen-sorten sind zum Beispiel Mungo-bohnen, Linsen, Kresse oder Radieschen. Ganz leicht keimen die Saaten im Keimglas mit integriertem Sieb und einer Halterung, die das optimale Schrägstellen des Glases erlaubt.








Die Schritte zum Sprossen-Keimerfolg

  • 2 bis 4 Esslöffel Samen in einem Küchensieb unter fließendem Wasser gut abspülen. 
  • Samen in das Keimglas geben und mit Wasser bedecken.
  • Die Samen bis zu 10 Stunden einweichen (wie lange ist auf der Packung beschrieben. Manche müssen gar nicht eingeweicht werden)
  • Das Wasser nach dem Aufquellen abschütten – es eignet sich übrigens auch zum Blumengießen.
  • Siebeinsatz auf das Glas schrauben und auf den Kopf stellen.
  • 2 Mal täglich, morgens und abends, die Samen mit frischem Wasser spülen und zum Abtropfen wieder zurück auf den Kopf stellen.
  • Ein heller, nicht der direkten Sonnenbestrahlungen ausgesetzter, Platz in Fensternähe und eine Temperatur zwischen 18 und 22 °C sind die idealen Keimbedingungen.
  • Nach etwa 3 bis 4 Tagen können - je nach Sorte - die ersten Keimlinge geerntet werden.
  • Keimglas gründlich reinigen und gut austrocknen lassen. Der Siebeinsatz ist spülmaschinenfest.



Die Schritte zum Grünkraut-Keimerfolg


Einige Samen wie Sonnenblume, Leinsamen, Rettich oder Radieschen eignen sich sowohl für die Sprossen- als auch für die Grünkrautzucht. Kresse- und Senfsamen lassen sich nur als Grünkräuter ziehen. Alle diese Samensorten zieht ihr am einfachsten im Siebeinsatz (grüner Deckel) des Keimglases oder in einem Sprossenturm. Auch gut: Watte.
 
Kresse und Leinsamen brauchen keine Einweichzeit der Samen und können direkt in den Siebeinsatz gegeben werden.


Die anderen Samensorten bitte einweichen. Nach dem Aufquellen die Samen nicht zu dicht in den Siebeinsatz geben.


Den Siebeinsatz in eine mit Wasser gefüllte Schale oder einen Teller stellen. Dabei darf das Wasser die Keimlinge nur leicht berühren.

 

Nach der Wurzelbildung sollte das Wasser nur noch das Wurzelwerk bedecken.


Wasser täglich erneuern.

 

 

Tipps

 

Zuviel Wasser ist ebenso schädlich wie zu wenig.

Vor dem Einweichen sollte eine Berührung der Samen mit den Händen (Verkeimung) vermieden werden.

Der größte Feind der Keimlinge ist der Schimmelpilz. Bei ungenügender Samenqualität, zu hohen Zimmertemperaturen oder zu feuchtem Keimklima sowie bei schlechter Belüftung kann es zu Schimmelbefall kommen. Der Schimmel riecht modrig. Den feinen, weißen Flaum der Faserwürzelchen kann man leicht mit Schimmel verwechseln. Also: genau Hinschauen und auch mit der Nase prüfen! Um Schimmelpilze zu verhindern, ist sauberes Arbeiten für den Keimerfolg unerlässlich. Das Keimgefäß muss regelmäßig gereinigt und mit heißem Wasser und Essig ausgespült werden.

Die Samen keimen nicht

• wenn sie zu dicht liegen,
• die Samen nicht sorgfältig genug oder zuviel gewässert wurden,
• die Umgebungstemperatur zu niedrig oder zu hoch ist. 

 

 

 

 

 


Kontakt: 0 30 - 20 27 57 04

oder

sonja-guse@sana-assindia.de

Instagram

Am besten schmeckt regionales, saisonales. Es wird reif geerntet und hat keine langen Wege. Im Dezember gibt`s: 

Chicorée, Chinakohl, Feldsalat, Grünkohl, Möhren, Porree, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Weißkohl, Zwiebeln

Obst: Apfel, Birne

© Pitopia, Simone Voigt, 2011
© Pitopia, Simone Voigt, 2011